Lingua Nada

"Lingua Nada sind die Band, die …“. Und dann erstmal am Kopf kratzen. Weil es gar nicht so einfach ist, den hyperaktiven Stil- und Genremix des Leipziger Noise-Pop-Punk-Trios auf den Punkt zu bringen. Lingua Nada sind live eine Wucht, eine Abrissbirne mit neonfarbener Tarnbemalung: Schmerzhaft, trotzdem catchy, geschmackvoll mit ein bisschen süß - aber laut. Nichts passt so richtig. Und das passt richtig gut. ..
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"Lingua Nada sind die Band, die …“. Und dann erstmal am Kopf kratzen. Weil es gar nicht so einfach ist, den hyperaktiven Stil- und Genremix des Leipziger Noise-Pop-Punk-Trios auf den Punkt zu bringen. Lingua Nada sind live eine Wucht, eine Abrissbirne mit neonfarbener Tarnbemalung: Schmerzhaft, trotzdem catchy, geschmackvoll mit ein bisschen süß - aber laut. Nichts passt so richtig. Und das passt richtig gut.

Kompositorisch bewegen sich Lingua Nada im Bermudadreieck zwischen orientalisch anmutenden Popklängen, noisigen Punkriffs und fast unverschämt eingängigen Melodien. Kleine Schippe Ariel Pink mit rein, Schlückchen Mezcal für alle, Portugal the Man winken aus dem Proberaum nebenan. Sänger Adam Lenox hat eine Menge zu erzählen. Der in Paris geborene Sohn einer marokkanischen Einwanderin und eines amerikanischen Musikers steht - mal breitbeiniger, mal schmalbrüstiger - erhaben über dem Pathos tiefgründiger Poplyrik. Klar geht es um Identität, Kultur und Ausgrenzung, trotzdem heißt das nicht, dass hier irgendjemand belehrt werden muss.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Groove. Auch nach dem achten Siebenachtelbreak kommen die drei immer krumm auf dem Punk(t) an. Eine Math-Band mit Dyskalkulie, sozusagen. Wie man sich auch dreht und wendet: man will sich dazu bewegen. Auch wenn das wegen der krummen Takte und der Breaks vielleicht dämlich aussieht. Aber das ist nicht schlimm. Bei den meisten Sachen, die verdammt viel Spaß machen, sieht man irgendwie dämlich aus, oder? Um es kurz zu machen: Lingua Nada sind die aufregendste Band, die der deutsche Musikszenenunteruntergrund gerade zu bieten hat. Krawummm.

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„Lingua Nada is a band, that…”. And then what? Because it’s not that easy to describe the hyperactiveness of the style and genre mix of the Leipzig based three-piece. The noise-punk-pop-trios livepreformances are like a wrecking ball, painted in neon camouflage: painfully, catchy, tastefully sweet – and loud! Nothing really fits and that is what fits perfectly...
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„Lingua Nada is a band, that…”. And then what? Because it’s not that easy to describe the hyperactiveness of the style and genre mix of the Leipzig based three-piece. The noise-punk-pop-trios livepreformances are like a wrecking ball, painted in neon camouflage: painfully, catchy, tastefully sweet – and loud! Nothing really fits and that is what fits perfectly.
When it comes to compositions, Lingua Nada are navigating through a Bermuda Triangle of oriental pop melodies, noisy punk riffs and impudently catchy melodies. Born in Paris, as a son of a Moroccan immigrant and an American musician, singer Adam Lenox has a lot to tell. Sometimes very toughly, sometimes rather vulnerably he lyrics stand above any kind of pathos of today’s pop songs. Of course, it’s about culture, about identity and about exclusion. But that still doesn’t mean, that anyone is getting lectured.
And then there’s this thing called groove. Even after a third round of seven eighth-notes on waltz beats, they always find their way back to the beat. A math band with dyscalculia, so to speak. No matter how you look at it, it makes you want to move. It will make you look goofy because of all the weird beats and breaks. But nevermind. Don’t all the fun things make you look goofy after all? Long story short: Lingua Nada are the most exciting band Germanys underground scene has to offer.

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