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Guten Tag, mein Name ist Oliver Polak, ich bin dreißig Jahre alt und ich bin Jude – Sie müssen trotzdem nur lachen, wenn es ihnen gefällt“. Eine Begrüßung, die ahnen lässt, dass dieses Kabarettprogramm wenig mit leidlich witzigem Mainstream-Klamauk zu tun hat: Oliver Polak geht dorthin, wo es wehtut. Vor allem ihm selbst – der in Papenburg aufgewachsene Emsländer reflektiert lakonisch die gestrenge jüdische Lehre seiner herrischen Mutter und die anschließende Psychotherapie, referiert launig über seine doppelte Beschneidung oder den überstandenen Hodentumor und erklärt einleuchtend, warum Jamaikaner und Juden eigentlich dasselbe sind. Unorthodox, zwischen Zionismus und Zynismus, bewegt sich Polak im selbst erschlossenen Interpretationsspielraum der Tora – teils mit entwaffnender Drolligkeit, teils so rabenschwarz pointiert, dass sich das Bildungsbürgertum das Lachen verbietet. Kurz: Ein frischer Wind und eine echte Hoffnung für den deutschen Humor.
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